Mein Leben...

hasst mich - und ich versichere, ich hasse es inbrünstig zurück.

 

Eigentlich wollte ich von meinem grandiosen Wochenende berichten, das Waffelbacken, leckeres Essen,  Karaoke, bis 4h morgens Anime mit Mariko gucken und viele andere wunderbare Momente beinhaltete, doch viel Freude zieht natürlich immer eines Strähne mieses Karma hinter sich her.

 Nachdem heute ein ziemlich beschissener Tag war (ich bleibe bis zum letzten Tag bei den technischen Zeichnern), da ich knallhart an meinen Aufgaben gescheitert bin und irgendwann meine Kollegin verzweifelt und Hilfe gebeten habe, wurde IHR dann klar, dass ich nicht mal eine gewöhnliche Gleichung lösen kann (ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich habe das seit der Mittelstufe nicht mehr ohne technische Hilfe getan und ehrlich gesagt erinnere ich mich einen Scheißdreck dran, wie das ging) - sie war dann sehr pikiert und wies mich erst mal zurecht, wieso ich bitte keine simplen Gleichungen mit Brüchen lösen könne und Gott, mir war das ja so unglaublich peinlich. Ich hätte im Erdboden versinken können. Sie hat mir dann zwar alles sehr ruhig erklärt, stellte aber ständig Gegenfragen, um zu checken, ob ich überhaupt wusste, wo sie gerade war. Als sie mich fragte, ob ich wisse, wie viel Grad ein Kreis hat, dachte ich mir echt $&§=&/)&W%((!!!!! - mal im Ernst, ich kann kein Mathe, wirklich nicht mal die simpelsten Sachen, aber ich bin trotzdem nicht BLÖD.

Nachdem ich diesen furchtbaren Tag endlich überstanden hatte, wartete dann die Hiobsbotschaft auf mich. Meine Oma liegt wieder im Krankenhaus, dieses Mal mit einem Schlaganfall. Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten.
Ich will wirklich nicht jammern und hoffe fest darauf, dass meine Oma fix wieder wird (die Frauen in unserer Familie ziehen Krankheiten zwar magisch an, aber wir sind mindestens genauso hart im Nehmen, möchte ich meinen), aber ich finde das so schlimm. Warum müssen solche Dinge passieren, wenn ich so weit weg bin und meiner Familie nicht mal vernünftig beistehen kann?
Und das vielleicht Schlimmste, Albernste und vermutlich auch Geschmackloseste ist, dass ich beim Thema Krankenhaus, Krankheit und Tod natürlich sofort wieder bei meiner Lulu bin - im Moment ist eine ganz grauenvolle Phase. Seit Yuko mir vor 2 Wochen eine Freude machen wollte und mir alte Fotos von Lulu und mir gezeigt hat, klappt die gute alte Verdrängungstherapie nicht mehr so recht und es kullern doch echt einige Tränen. Ich sollte mich wirklich was schämen, dass ich jetzt von meiner toten Katze rede, wo meine Oma im Krankenhaus liegt - ich mache mir wirklich große Sorgen um sie und möchte in Gedanken ganz bei meinen Eltern sein, aber aus irgendeinem Grund ploppt beim Thema Krankheit eben doch ständig Lulu in meinem Kopf und dann ist auch direkt wieder Land unter.

Es ist zum Kotzen. Könnte SE mir bitte mal schreiben, dass ich einen Job habe? Ich habe keine Lust mehr auf Hiobsbotschaften für die nächsten paar Stunden, so eine positive Nachricht wäre doch mal was.
Und jetzt muss ich auch noch anfangen, meine Wohnung zu putzen und zu entrumpeln, Freude, Freude, lass nach.

 

Tut mir leid, ich sollte nicht so viel jammern. Eigentlich ist mein Leben prima, war nur ein mieser Tag.

Drückt meiner Oma bitte mit mir zusammen die Daumen, auf dass sie in drei Jahren die 90 knackt und ne dicke Sahnetorte verdrücken kann.

24.9.12 11:21

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